Barbo, der Bär (Eine Kurzgeschichte für Kinder)

“Hilfe, hilfe!”. Barbo hörte die leisen Schreie. Er spitzte seine Fellohren. Dann ging er los.”Hilfe, Hilfe”. Er kam den Schreien näher. Dann sah er, wer da um Hilfe: Es war ein Fuchs. Das Tier war mit seinen Füßen in eine Jägerfalle geraten. Die beiden Metallspangen waren zugeklappt und seine Füße steckten nun dazwischen. Als der Fuchs Barbo sah, schaute er erschrocken auf. “Ein Bär!” Dieser Ausruf galt Barbo. Ja, Barbo war ein Braunbär.

“Willst Du mich kochen?” fragte der Fuchs ängstlich. Barbo schaute ihn freundlich an und sagte: “Nein, heute nicht.” Erleichtert seufzte der kleine Fuchs. Dann schlug Barbo mit seiner gewaltigen Bärentatze auf die Mechanik des Falle. Diese öffnete sich sofort und der Fuchs konnte seine Füße befreien. “Danke”, sagte der Fuchs, schaute den Bären an und lief schnell ins Gebüsch. Ganz sicher, ob ihn der Bär nicht doch fressen würde, war er sich nämlich nicht.

Es war nun schon dunkel geworden. Barbo wollte gerade wieder nach Hause in seine Bärenhöhle laufen, da hörte er ein Kaninchen seufzen (Kaninchen können nicht wirklich schreien). Hinter einem Baumstumpf saß das kleine Kaninchen. Es hatte sich wohl verlaufen und wusste den Weg nicht mehr. Erschrocken schaute das Tier Barbo an: “Willst du mich grillen?” Babro lachte das kleine Tier freundlich an und sagte: “Nein, heute nicht.” Dann nahm er das Tier, setzte es auf den Weg und erklärte, wie es den Weg aus dem Wald finden konnte. Das Kaninchen sagte: “Danke!” Dann hoppelte es schnell weg. Ganz sicher, ob der große Bär nicht doch Appetit hatte, war sich das Kaninchen nämlich nicht.

Barbo trottete nun weiter. Kurz vor seiner Höhle hörte er ein Niesen. Das kam vom Erdboden. Und tatsächlich. Da war ein Regenwurm. Der hatte geniest. Und er war zwischen zwei Steinen eingeklemmt und kam nicht weiter. Als der Wurm den großen Bär sah, rief er erschrocken: “Huch! Willst du mich braten?” Barbo lachte und sagte: “Nein, heute nicht.” Dann schaffte er mit seinen Tatzen die Steine beiseite. Der Wurm war frei, bedankte sich artig und kroch eilig unter die Erde.

Barbo ging  nun in seine Höhle.  Er zündete ein Feuer an und holte sich ein paar Nüsse und Salatblätter aus seiner Bären-Vorratskammer. Diese aß er dann genüsslich auf. Denn Barbo Bär aß gar keine Tiere. Er mochte kein Fleisch. Aber das musste ja nicht jedes Tier wissen.  Barbo schmunzelte, legte sich vor das wohlig-warme Feuer und schlief zufrieden ein.


10.03.2017. Diese Geschichte habe ich für meine beiden Kinder als Gute-Nacht-Geschichte erdacht. Vielleicht findet auch der ein oder andere Freund der fantastischen Geschichte daran gefallen. 🙂
Weitere Geschichten hier.

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Barbo, der Bär: Isst kein Fleisch 🙂

One thought on “Barbo, der Bär (Eine Kurzgeschichte für Kinder)

  1. “Hilfe, hilfe!”. Barbo hört die leisen Schreie. Er spitzte seine Fellohren. Dann ging er los. Sein kräftiger Körper raschelte durch den Wald. “Hilfe, Hilfe”. Er kam den Schreien näher. Dann sah er, wer da schrie: Es war ein Fuchs. Er war mit seinen Füßen in eine Jägerfalle geraten. Die beiden Metallspangen waren zugeklappt und seine Füße steckten nun dazwischen. Als der Fuchs Barbo sah, schaute er erschrocken auf. “Ein Bär!” Dieser Ausruf galt Barbo. Ja, Barbo war ein Braunbär. (…) https://wolfstor.wordpress.com/2017/03/10/barbo-der-bar-eine-kurzgeschichte-fur-kinder/

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