Western sind so eine Sache. Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Hat entweder Spiel mit das Lied vom Tod als Smartphone-Klingelton oder wechselt schnell zum Homeshopping-Kanal, wenn die Pistolenhalfter auf der Mattscheibe umgeschnallt werden.

Ich für meinen Teil finde (gut gemachte) Western toll. Erbarmungslos von Clint Eastwood war eine Offenbarung. Und der Western hat eine Renaissance: Erst Tarantinos Django Unchained, dann The Hateful Eight. Nun also das Remake von Die Glorreichen Sieben.

Eins vorweg: ein toller Film. Go and see it – wer hier zuletzt sieht, hat das Nachsehen.  Die Glorreichen Sieben ist aus drei Gründen klasse: Story, Setting, Schauspieler. Quasi die Triple S zum Erfolg.

Die Story ist so einfach wie faszinierend. Eine Stadt wird terrorisiert und kann sich nicht wehren. Die leidgeplagten Bewohner heuern 7 Einzelgänger an, indem sie an das Gute in Ihnen appellieren. Man ahnt es: jeder der 7 trägt eine komplexe Geschichte mit sich rum.

Was zum Thema Schauspieler führt. Die Darsteller des Films sind in Ihrer Auswahl top. Denzel Washington, Chris Pratt und co. hauchen ihren Charakteren wahres Leben ein. Noch viel besser ist, dass Sie im Miteinander zur wahren Größe wachsen. Nicht die Einzelleistung überzeigt hier, sondern das schauspielerische Miteinander.

Last but not least: das Setting. Landschaften, die Western-Stadt, die Produktionsausstattung (Kostüme etc.): traumhaft. Wie eine Zeitreise zurück in das Amerika von 1879.  Nur The Revenant war zuletzt optisch beeindruckender.

Wo und warum anschauen: Den Film aufgrund seiner Epik unbedingt im Kino anschauen. Lohnt sich und man ist wesentlich fokussierter. Und sich beeilen – wer weiß, wie viele gute Gelegenheiten, einen Western auf der Leinwand zu sehen, diese Genre-Renaissance noch bieten kann.


 Mein Rating: 8 von 10


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